“Connected Toys” sind der am schnellsten wachsende Sektor der Branche. Doch die Verbindung von Intimität und Internet birgt Risiken. Wenn ein Vibrator per App gesteuert wird, sammelt er Daten. In Deutschland, einem Land mit hoher Sensibilität für Datenschutz, ist dies ein heißes Thema.
Was wird gespeichert? Viele Nutzer wissen nicht, dass billige Apps aus Asien oft unnötige Berechtigungen fordern (GPS-Standort, Zugriff auf die Kamera). Theoretisch könnte ein Hersteller ein Profil über die sexuellen Gewohnheiten (Wann? Wie oft? Wie lange?) eines Nutzers erstellen und verkaufen.
Die “Keuschheitsgürtel”-Hacks Ein bekanntes Beispiel für Sicherheitslücken war der Fall eines “smarten Keuschheitsgürtels” für Männer, der von Hackern gekapert wurde. Die Hacker sperrten die Geräte aus der Ferne ab und forderten Lösegeld (Bitcoin), um sie wieder zu öffnen. Solche Vorfälle zeigen, dass Sicherheit bei IoT-Geräten im Intimbereich kein Luxus ist, sondern physische Notwendigkeit.
Deutsche Verbraucherzentralen und Tech-Medien testen mittlerweile regelmäßig die Sicherheit dieser Apps. Seriöse Hersteller aus Europa (wie We-Vibe oder Lovense) reagieren mit End-zu-End-Verschlüsselung und der Möglichkeit, die Geräte auch ohne Account-Zwang lokal via Bluetooth zu nutzen. Der informierte Kunde von heute prüft vor dem Kauf nicht nur die Vibrationsstufen, sondern auch die Datenschutzerklärung.