Nachhaltigkeit im Bett: Der Trend zum “Eco-Sex”

In einer Zeit, in der Verbraucher ihren ökologischen Fußabdruck in allen Lebensbereichen hinterfragen – von der Ernährung bis zur Mobilität –, macht dieser Trend auch vor dem Schlafzimmer nicht halt. Die Sexspielzeugindustrie hat ein massives Plastikproblem. Die meisten Toys bestehen aus Silikon, ABS-Kunststoff und verbauten Lithium-Ionen-Akkus, die schwer zu recyceln sind. Der Trend zum “Eco-Sex” fordert eine grünere Industrie.

Biokunststoffe und Recycling Erste Hersteller reagieren mit innovativen Materialien. Es gibt mittlerweile Vibratoren aus biologisch abbaubarem Biokunststoff (auf Basis von Maisstärke oder Lignin), die kompostierbar sind (wenn man den Motor entfernt). Andere Marken wie “Love Not War” setzen auf recyceltes Aluminium und Post-Consumer-Plastik.

Das Problem der Entsorgung Ein großes Thema ist der Elektroschrott. Viele billige Toys haben fest verbaut Akkus. Wenn der Akku stirbt, landet das ganze Gerät im Müll. Nachhaltige Marken gehen zurück zu austauschbaren Batterien oder modularen Designs, bei denen man den Akku wechseln kann. Auch “Rechargeable”-Modelle sind Standard geworden, um den Batteriemüll zu reduzieren. Zudem bieten einige Hersteller Rücknahmeprogramme an (“Sex Toy Recycling”), bei denen alte Geräte fachgerecht zerlegt und wertvolle Rohstoffe zurückgewonnen werden. Ethischer Konsum bedeutet heute auch, darauf zu achten, womit man sich vergnügt.

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